Laßnitz_verwassert_schwarzes Meer

Einzelausstellung im Laßnitzhaus in Deutschlandsberg.
2. – 11.Juni 2017

In ihren Reisen folgte Helga Chibidziura dem Wasser der Laßnitz quer durch Mitteleuropa, bis ins Donaudelta in Rumänien und ans schwarze Meer. Aus dem hierbei gesammelten Bildmaterial entstanden unter anderem Siebdrucke die von Heimat, Grenzen und Fischen erzählen..

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Das Wasser der Laßnitz fließt in die Sulm dann in die Mur, in die Drau, in die Donau und dann ins schwarze Meer. Dieses ist wiederum mit dem Mittelmeer, dem Atlantik und dem Pazifik verbunden. So kann es die ganze Welt bereisen ehe es aus einer Wolke wieder zurückkommen kann.

Der Kulturraum den das Wasser der Laßnitz durchquert ist durch Völker die sich verbinden, die sich wieder trennen, Kriege zwischen westlicher und östlicher Weltanschauung, Vertreibungen und ethnische Säuberungen bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts gekennzeichnet – Habsburger gegen Osmanen, Rückzug der Türken, entvölkerte Landstriche, Neubesiedelung mit Menschen aus anderen Teilen Europas, Serben gegen Kroaten, Christen gegen Moslems, Christen gegen Christen, usw. usw…

Flüsse verbinden, trennen, leben. Als Verkehrsweg verbindend und als Hindernis Grenzen ziehend ist er auch Lebensraum für Fische und andere Lebewesen, Nahrungsspender, Nährstoffträger, Urgewalt, selbst bedroht.

Helga Chibidziura folgte dem Wasser der Laßnitz quer durch Mitteleuropa, bis ins Donaudelta in Rumänien und ans schwarze Meer, sammelte Bilder und Eindrücke. Für sie war dies unter Anderem eine Reise in die Geschichte ihrer Familie: „Meine Großeltern waren Donauschwaben aus Slawonien, im heutigen Kroatien. Sie sprachen ein etwas eingentümliches Deutsch, gestritten wurde aber (vor uns Kindern) immer auf kroatisch“