es werde licht  – Technologiezentrum Teisnach in Bayern

Kunst am Bau – 1. Platz Wettbewerb Herbst 2011
Eingangsbereich Optikzentrum
Fertigstellung Juni 2012
12 Vollholzhocker mit Lederbezug, Siebdruck auf Leder
Maße: 50x50x50cm

„Den Rest meines Lebens möchte ich damit zubringen, darüber nachzudenken, was Licht ist.“
Zitat Albert Einstein

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es werde licht detail - screenprint on leather, 2012
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In der biblischen Schöpfungsgeschichte ist das Licht das erste Werk Gottes…. >Es werde Licht. Und es wurde Licht< Das Leben steht und fällt - bis auf wenige Ausnahmen - mit Licht. Licht ist das 1 neben dem 0. Licht beeinflusst den täglichen Rhythmus von Mensch, Tier und Natur. Licht ist die Basis, dass geforscht, niedergeschrieben und gelesen werden kann, dass Erkennt- nisse gewonnen und weitergegeben werden können. Der TechnologieCampus Teisnach ist Teil der Hochschule Deggendorf, die sich durch anwendungsorientierte Forschung auszeichnet. Besondere Schwerpunkte sind die Prozess-, Fertigungs- und Messtechnik im Bereich der optischen Technologien sowie die Hochfrequenztechnik. Für das Opktizentrum wurde eine künstlerische Intervention gesucht. Der Eingangsbereich ist der Raum, in dem sich alle Nutzer des Gebäudes zufällig treffen, ein kurzes Gespräch beginnen, das sich dann zu einer Diskussion ausweiten und schließlich in der Entwicklung neuer Theorien und Lösungsansätzen enden kann. Um dies zu unterstützen, wurde eine Hockerlandschaft geplant und umgesetzt, die im Eingangsbereich als „modulares Sofa“ spontane Zusammenkünfte ermöglichen soll. Der Hocker ist in seiner Form ideal, weil er nicht so förmlich wie ein Stuhl, aber auch nicht so bequem wie ein Sofa ist und daher einen „Zwischenzustand“ einnimmt, der besondere Energien freisetzt.

Zusammengestellt auf die kleinste Fläche (z.B. nach der Reinigung des Raumes) ergibt sich für eine Einzelperson eine Liegefläche, die für eine Denkpause oder den spontanen PowerNap genutzt werden kann. Kommt eine zweite Person hinzu, kann die Liegefläche aufgebrochen werden; kommen noch weitere Personen hinzu, wird der gesamte Raum erobert. Am Ende des Tages ist an den Hockern im Eingangsbereich abzulesen, ob spontane SitIns stattgefunden haben.

Gestaltungshintergrund der Hocker sind die verschiedenen Wellenlängen des sichtbaren Lichtspektrums. Die Wellen setzen sich auf jeder Seitenfläche des Hockers fort um auf der vierten Seitenfläche wieder in die erste überzugehen. In der kubischen Form der Hocker spiegelt sich die Kubatur des Gebäudes wider, wie auch die Farben Rot und Weiß auf dessen Hauptfarben Bezug nehmen.